Wochenberichte sind gestorben, es leben die Berichte.

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Hallo ihr Lieben,
Ja es war schon etwa länger ruhig um mich hier.
Nachdem ich 1 Jahr lang fleißig meiner Mission wenigeristmehr.fit gefolgt bin habe ich sozusagen mit dem „Gongschlag“ am 4 April auch meine Aktivitäten massiv gedrosselt. 
Ich habe mich bedeutend rarer gemacht auf Instagram und Facebook, Daily Selfie Stress gecancelt und auch die Wochenberichte gehören nun zur Abnehmgeschichte.
Ein Jahr lang waren sie wichtig für mich und vielleicht auch etwas unterhaltsam für den ein oder anderen, aber ehrlich, irgendwann sind die meisten Themen durch und es bleibt ein Rattenschwanz an gebetsmühlenartigen Wiederholungen, die kein Mensch braucht.

Irgendwann ist alles geschrieben zu Motivation, zu dem wie und was und warum, zu Selbstliebe und Diäten oder nicht, zu Sport und Selbstverarsche und co.
Und vor allem ist alles ja noch immer hier noch nachzulesen.

Also wie geht es nun weiter?
Seit Mittwoch 2 Mai bin ich auf einer extended Version meines weniger ist mehr.
Sie lautet die: Last10.
Um genau zu sein, die letzten 10 Kilo die nun fallen müssen.
Ich bewege mich seit Anfang des Jahres um die 80 Kilo rum mal runter 2-3 Kilo selten drüber oder drauf.
Mein Ziel sind aber immer noch 69,9 Kilo und da ich im April und auch schon im März einiges an Gewohnheiten wie Kalorien zählen, radikal Sport und oben genannte Daily Routinen abgestellt habe passiert da auch nicht soviel. Ja, ich habe einem ganz normalen stressfreien Leben gefrönt, ohne große Zunahme, das finde ich schon sehr erfreulich aber es geht auch nicht weiter runter, bzw ging nicht weiter runter.

Ich merke, dass ich trotz Sektgenuss und selten Süßes oder mal Chips, nicht zunehme und wenn dann nur an Wasser, das sich tatsächlich dann wieder in 1-2 Tagen verkrümelt, Darüber bin ich ausgesprochen dankbar, denn ich hatte große Angst wenn ich mit dem konsequenten Kalorien zählen aufhöre, die Waage auch wieder konsequent nach oben geht. Nein, sie macht es nicht, in mir tickt irgendwie so eine „Mitzähluhr“ und anders als früher bin ich mir am Abend immer bewusst bis in die kleinste Kleinigkeit, was ich am Tag getrunken und gegessen habe. Im Gegensatz zu früher, wo ich über mein Essen und Trinken absolut den Überblick verloren hatte und beim aufzählen vielleicht ein drittel dessen was ich in mich gestopft hatte, zusammenbekommen habe.

Das alleine hilft ungemein nicht alles ausarten zu lassen.
Lange Rede kurzer Sinn, seit ein paar Tagen achte ich wieder darauf gut zu entwässern, ausreichend zu schlafen und verzichte wieder weitgehend auf die toten carbs,.
Ich will die 69,9 erreichen und selbst wenn im Monat nur 1 Kilo fällt ist das ok für mich.
Mit dem heutigen Waagestand sind von den Last10 1.3 Kilo weg. Also nur noch Last8,8 hihi.

Sport bin ich momentan echt noch in Couchpotatoe-, und Kuschelmodus, mir fehlt ganz klar Energie durch Sonne und Wärme.
Irland bietet derzeit einen echt langen Winter und ich vermisse Sonne für mein Gemüt wie auch meinen Elan. Dann wird auch wieder gesportet, aber auch hier gilt ich mache mir keinen Stress mehr. Ich bin meiner mittlerweile sicher und fühle mich auch so. Ich weiß ich erreiche was ich möchte aber halt nicht mehr im Sprint, ich bin nun auf Marathon Spur.

Vor ein paar Tagen als ich Instagram durchforstete sah ich tolle monatliche Gewichtsabnahmen bei einigen und bei wenigen auch kontinuierliche, 40, 50 und mehr Kilos insgesamt.
Im ersten Moment dachte ich mir: Fuck Anja die sind dich am überholen und so eisern dabei. Dann nahm ich tief Luft und entspannte wieder, ganz ehrlich, das letzte Jahr war geprägt von Abnehmen bei mir, vielen Emotionen, neuer Selbstliebe und auch manchmal neuen Körperbaustellen und Skepsis.
Vielen Ups und ganz vielen Downs und immer immer eiserne Disziplin.
Positiver Stress ist auch Stress. Und ja ein bisschen Stress war das ganze schon, der dauernde Verzicht auch wenn er zur Tagesordnung wird und eigentlich zum Selbstläufer ist anstrengend.
Aber ohne hätte es bei mir auch nicht so geklappt. Von daher sehe ich die tollen Abnahmen anderer nur mit Freude für sie und Applaus, weil ich weiß was dahinter steckt.
Jedoch die wahre Krönung ist es erst, wenn man sein Leben dahin gehend normalisiert, dass das Gewicht irgendwann zur Nebenrolle wird und sich selbst instinktiv reguliert. Das sollte man nicht aus den Augen verlieren und daher sehe ich meinen letzten Kilos ziemlich entspannt entgegen.

Mein Mann fragte mich in welcher Zeit willst du deine Last10 erreichen und ich antwortete ihm ohne nachzudenken: In keiner Zeit, Zeit spielt keine Rolle mehr solange ich mein Ziel nicht aus den Augen verliere.  Mir ist es egal ob ich u70 in 3 Monaten oder 9 Monaten bin.
Ich bin keine 20 mehr, ich werde 52 Jahre und das ist ein spürbarer Unterschied.
Meine Wechseljahre fahren ganzjährig mit mir Schlitten und meine Knochen wollen ab und an nur müde und faul sein und das erlaube ich ihnen nun auch.
Ich werde wie auch schon in früheren Wochenberichten geschrieben, nie zum Sportfanatiker der 7 mal die Woche in 5 verschiedene Kurse geht, ich werde nicht dein Abnehmvorreiter oder Personal Trainer, ich werde nie mit „meiner Methode“ Geld verdienen wollen und ich jage keinen tausenden Followern hinterher.
Mein minus 80 Kilo ZwischenZiel das ich vor Monaten erreichte war und ist mir ein Fest und Belohnung, das Minus 90 Kilo wird das Endziel. Dazwischen gibt es einfach nix außer dem einen großen: Make more of what makes you happy.

In diesem Sinne und bis ganz bald
Eure Anja

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