Wochenbericht 41 – FAQ 2.0

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Woche 41
41 Wochen – 287 Tage
Start 4 April – 125,8 Kilo
Heute 16 Januar –  82,9 Kilo

Ein Kilo weniger seit letzter Woche, nicht sooo viel aber und das meine ich so besser als nix. Bei den Sperenzchen die mein Körper so macht wäre das auch nicht verwunderlich gewesen.
Wie meine Woche so war?
Durchwachsen. Ich bin momentan dauermüde, was allerdings dem leicht depressiv machenden Dauerregen hier zu schulden ist.
Ich komme also kaum aus den Puschen und mein Haus schreit dringend nach Grundreinigung und Weihnachtskram wegräumen. Bisher kann ich mich erfolgreich davor drücken.
Ich war gestern beim Schilddrüsen Ultraschall und bis auf das übliche (ganz vernarbt und co) ist nichts augenscheinlich anders oder auffälliger, was ich allerdings auch erwartete. Nun gehts Ende Februar noch zu dem zuständigen Spezialisten um den (nicht wirklich auffälligen ) Befund zu besprechen, danach wieder zur Hausärztin zum  Blutcheck. 
Momentan habe ich Abends ziemlich mit Hungerattacken zu kämpfen und das nervt arg, aber wenn ich abends esse bekommt das meinem Wiegen und meinem Abnehmen meist gar nicht gut und das nervt dann noch mehr.
Ich versuche immer am frühen Nachmittag meine letzte Mahlzeit zu essen. Mal schaun ob ich das so weiter mache.

Wochenthema FAQ 2.0

Ich hatte ja schonmal einen bericht gemacht mit Fragen die ab und an so eintrudeln und manchmal häuft es sich und manches ist ja mittlerweile vielleicht auch anders.
Also hier nochmal paar wiederkehrende Fragen und Antworten:

Wieso bist du nach Irland ausgewandert?
Weil mir Deutschland bzw. die Trierer Innenstadt und meine Wohnung in der Fußgängerzone tierisch auf den Nerv gingen und allerlei an der deutschen Mentalität wirklich ätzend ist. 
Das Meer, ich liebe es und endlich bin ich ihm hier nah, die Ruhe, die Freundlichkeit und unkomplizierte Art der Iren, ja auch das Wetter – keine  riesigen Temperaturschwankungen, milder. Die Kultur, die Landschaft und wieder: die Ruhe hier auf dem Land. 
Außerdem wird ein auswandern innerhalb der EU einem wirklich leicht gemacht und dazukommend ist die englische Sprache kein Hinderungsgrund gewesen. Die Nähe zu Deutschland um dennoch fix genug bei meiner Familie zu sein.

Wie kommt es das du „nun erst“ abgenommen hast, wieso nach so vielen Jahrzehnten?
Das frage ich mich heute auch häufiger, ich hatte nie genügend Leidensdruck oder besser gesagt vielleicht auch nie den richtigen Start und Willen um es durchzuziehen.
Ich habe ja gefühlte 100 Mal begonnen abzunehmen mit mehr oder weniger erfolgreichen Resultaten, aber dieses tief verwurzelte Verständnis für mich selbst und meinen Körper, für das was ich möchte und vor allem warum ich es möchte hat mir klar gefehlt.
Ich will länger und gesünder leben, das ist mein  aller erster und Hauptgrund und das hat mich letztes Jahr mitgeholt. 
Mit 50 fing ich mir ernsthaft an Gedanken über mein „Lebensende“ zu machen.
Einige Horrorvisionen einer schwer übergewichtigen Frau in einem xxl- Sarg, einem gesundheitlichen Notfall und Notärzten die sich wünschen würden sie hätten einen Kran dabei.
Diabetes, Bluthochdruck, Schlaganfall – Nichts womit ich bisher zu tun hatte aber je älter ich wurde um so höher die Gefahr und ich will noch soviel mitbekommen vom Leben.
Meine Gelenke vor allem mein Knie, dass mir immer mehr schmerzte und meine Unbeweglichkeit und auch Scham vor mir selbst.
Klamotten und andere Nebensächlichkeiten rangierten in der „Warum ich anfange“ Liste eher hinten. 
Mir ging es um Lebenslänge und Qualität.

Wie motivierst du dich weiterzumachen?
Ich glaube das ist die meist gestellte Frage, die nach Motivation.
Ich kann kein allgemeines Rezept dazu geben. Nach 9 Monaten Abnehmphase  ist Motivation ein Selbstläufer geworden.
Sie hat klar etwas nachgelassen und der irre Ehrgeiz der ersten Monate ist mehr zu einem gesunden Abnehmverständnis geworden.
Ich habe es verinnerlicht, ich will nicht mehr zurück auf mehr Gewicht.
Motivierend dabei ist für mich die Waage und auch die ganze Community um das Abnehmen drum herum.
Ich bekomme ein schlechtes Gewissen wenn ich sehe wie andere Sport machen und ich mich grade gerne drücken will, also ran an die Buletten bzw den Sport.
Ich bekomme Wettkampfgefühle wenn ich sehe, dass jemand mit dem selben oder ähnlichen Startgewicht mich am überholen bzw abhängen ist.
Das muss ich nicht ausformulieren, dass spielt sich dann in meinem Kopf ab.
Ich finde mein Einkaufsverhalten motivierend und wenn ich wie gestern, 3 Pizza  nacheinander in der Hand hatte und durchrechnete wieviel Kalorien das sind und dann noch die Flasche Wein die mich aus dem Regal anlacht und ich weiterrechne um dann am Schluss weder noch eingekauft zu haben. Das motiviert mich und macht mich stolz.

Wie gehst du mit der Meinung anderer über dich um?

Das kommt ganz auf die Meinung an 🙂
Nein im Ernst, ich weiß das ich durchaus streitbar bin und auch ein Stück weit umstritten.
Ich habe ganz klare Ansichten zum Abnehmen und dem Weg zum Zielgewicht.
Da ist nicht viel Spielraum nach links und rechts. Manche mögen das als starrsinnig bezeichnen ich nenne es optimiert.
Ich habe nur sehr wenig Verständnis für Halbheiten und bin eher der Typ ganz oder gar nicht.
Entweder nehme ich ab und das mit allen Unannehmlichkeiten die dazu gehören oder ich fange erst gar nicht (mehr) an.
Das äußere ich halt gelegentlich auch, sei es als Posting oder als Kommentar und das hat mir schon einige „Ignores“ eingebracht. Stört mich aber nicht, also diese Art der Meinung bzw Reaktion auf mich.
Ansonsten halte ich Kritik an diversen Diät relevanten Geschehnissen immer allgemein und nicht auf eine bestimmte Person fixiert.

Ich weiß das mich einige zu extrem finden, zu hart zu mir selbst, zu „laut“. Das ist ok, auch damit habe ich kein Problem, ich war nie bestrebt „everybody’s darling“ zu sein.

Ungefragte direkte, negative Meinungen zu meiner Person  und wie ich abnehme, meiner Art des Abnehmens, sei es das wie, das wieviel, meinem Körper oder meiner Nahrung, verärgern mich eher.
Ja, weil es nun einmal mein Körper ist, meine Art und mein Weg. Ich frage nicht nach Meinungen dazu, ebenso wenig wie ich nach Hilfe frage.
Das ist der Unterschied zu Meinung auf abruf.
Wenn ich nach Hilfe frage oder Meinungen, dann akzeptiere ich jedwede und auch wenn die hoffentliche Ehrlichkeit schmerzt.

Respekt wünsche ich mir und gebe ich auch und Ehrlichkeit. Immer, bitte.

Wie gehst du mit negativen Erlebnissen, Menschen, Meinungen um?
Auch da habe ich mich geändert.
Früher hätte ich insbesondere mit Menschen und Meinungen ein Gefecht ausgetragen bis zum geht nicht mehr. Egal wie es eskaliert Hauptsache ich habe unmissverständlich klar gemacht was ich denke am besten mit dem „letzten Wort haben“.
Seit letztem Jahr handhabe ich Dinge anders.
Ich bin ein recht feinfühliger Mensch und oft ahne ich schon, dass da bald was passiert oder kommt was unerfreulich wird.
Anstatt mich aber damit dann auseinanderzusetzen, durchzukämpfen obwohl es mir widerstrebt oder mich in endlose Diskussionen reinziehen zu lassen und zu streiten. Ignoriere und entferne ich alles was stört.
Im wahrsten Sinne des Wortes.
Das beginnt mit dem gar nicht mehr unterhalten mit jemandem bis hin zum „blocken“ und „bannen“ des entsprechenden Users.
Mich ziehen vielerlei Dinge runter und das bekommt mir und meinem Abnehmweg nicht gut.
Ich habe wenige real life Freunde und mit denen gehe ich gerne durch dick und dünn. Virtuelle Freunde müssen ihren Matsch und Sumpf alleine durchqueren. Vor allem wenn ich keinerlei Verständnis dafür habe wie sie sich darein manövriert haben.
Ich habe ein „Helfersyndrom“ über viele Jahre gehabt, heute beschränkt sich das nur noch auf Tiere die Hilfe brauchen.
Weil ich sowas mitnehme, es belastet mich, ich bin nicht an der Leidensgeschichte interessiert einer mir mehr oder weniger unbekannten die zufällig auch am abnehmen ist und mit der ich nie mehr als hi und bye ausgetauscht habe.
Sorry.
Auch Menschen die mir Steine in den Weg legen durch ihre “ Weissagungen“ meiner Gewichtsabnahme und deren Folgen entferne ich aus meinem Umfeld.
Das klingt alles ziemlich arg und manche eigen produzierten negativen Erlebnisse kann ich nicht umgehen und muss mich ihnen stellen, aber die die ich am Rande fast genötigt bin zu lesen oder zu sehen, stelle ich ab – ich muss das – oder ich verliere meinen Weg.
Das heißt nicht, das ich Menschen die Hilfe brauchen im Stich lasse, nur wenn ich mit diesen Menschen eigentlich nichts habe was mich verbindet, dann bin ich erstmal nicht dafür zuständig und seile mich ab.

Wie und Was isst du so?

Mein Essverhalten hat sich in den letzten Monaten stetig angepasst und verändert.
Zu Beginn habe ich die ersten Monate maximal 799 Kalorien zu mir genommen, ich war irre experimentierfreudig und habe versucht viele von meinen herkömmlichen Rezepten und Zubereitungen gesund und kalorienarm anzupassen.
Das war oft von Erfolg gekrönt und auch oft von: Mülltonne.
ich war so gehyped beim abnehmen das jedes Light Produkt und jede Abwandlung durchgetestet wurde. Das war auch gut und richtig so.
Diese Energie habe ich heute nicht mehr.
Vom Bohnenkuchen bis zum reislosen Sushi alles durch.
Ich esse immer noch mit hohem Defizit zumindest die meiste Zeit und jedem der beginnt abzunehmen empfehle ich aufzuschreiben und zu tracken, auch wenn es am Anfang etwas mühselig ist, es lohnt sich und geht sehr schnell in Fleisch und Blut über.
Das verschafft Überblick und bremst auch rechtzeitig vor Eskalationen aus.
Ich habe von vielen kleinen Mahlzeiten bis zu  nur 1-2 in den Monaten alles durch und ich passe das auch immer wieder neu an nach meinem Bedarf. Ich habe festgestellt, dass ich an manchen Tagen prima ohne ein Frühstück auskomme also esse ich auch keines und an anderen tagen muss es halt ein richtig großes sein und das Mittagessen fällt weg.
Ich versuche wohl intuitiv zu essen.
Jeden Abend gehe ich seit ich nicht mehr tracke im Kopf durch was ich am Tag hatte und bisher fällt mir alles noch ein abends. Der Unterschied zu früher, da habe ich locker 50% unter den Tisch fallen gelassen, weil ich so oft nebenbei gefressen und genascht habe.
Ich esse Obst mittlerweile, gerne,  ich war nie Obstesser, aber mittlerweile ist es voll ok. Heidelbeeren, Trauben und Bananen sind immer gefroren in meinem Tiefkühler und halten als süßer Snack oder auch als Mahlzeit im Quarkbecher her.
Quark liebe ich und Joghurt geht gar nicht.
Grüne Salate am liebsten mit etwas Feta oder und vielen Garnelen.
Gemüsepfannen aus Zucchini, Paprika, Lauch, Broccoli etc  darüber Scheibletten Light Käse, gibt es mehrfach die Woche.
Rice/Corncakes mit Avocado, Ziegenfrischkäse, gekochtem Schinken oder auch mal Süß mit Peanutbutter und Nutella.
Spiegeleier, Rüheier, gekochte Eier und Bacon.
Hühnchenbrust in jederlei Zubereitung, mageres Rindergehacktes.
Linsen, kichererbsen, kidney bohnen, bohnen allgemein als Salat oder Gemüse.
Aller wenigst Nudeln, Reis, Kartoffeln und Brot.
Keine Butter, kaum Öle.
Nüsse und Mandeln als Snack sehr gerne und noch nie getrackt weil ich gerne im Vorbeigehen 2-3 nasche.
Diverse Lightprodukte sind nicht wegzudenken dazu gehört:
Süßsstoff Tabs, Flüssigsüsse, Sprühsahne Light, Scheibletten Light, Frischkäse Light, Coke Light.

Also meine Lebensmittel bewegen sich mittlerweile in einem Recht kleinen Kreis und die „extra“ angeschafften gesunden, schweineteuren Mehle: Mandel, Kokos, Kichererbsen und andere Ersatzstoffe vergammeln eigentlich munter in meinem Schrank weil ich mittlerweile meine Meinung insofern angepasst habe, dass ich durchaus meinen Pfannenkuchen essen kann auch mit normalem ungesundem Weißmehl solange ich es nicht  jeden Morgen mache und so schmeckt er mir auch bedeutend besser.

So ihr lieben ich wünsch euch viel Erfolg in der kommenden Woche und bis nächsten Dienstag
Eure Anja

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