Wochenbericht 39 – 2017 – Vergangen aber nicht vergessen

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Woche 39
39 Wochen – 273 Tage
Start 4 April – 125,8 Kilo
Heute 02 Januar –  86,9 Kilo

Vorab schnell zu der Woche.
Ja eine weitere Zunahme in den letzten Dezember Tagen aber es ist schon wieder auf dem absteigenden Ast.
Meine Tochter ist wieder wohlbehalten in Deutschland und wir hatten ein ruhiges entspanntes Silvester.
Seit 1 Januar bin ich wieder weg vom Speck und auf weniger ist mehr fit.
Und nun zu meinem großen Jahresrückblick.

Zu aller aller erst:
Danke an euch alle!
Danke an Kai meinen Mann der mit mir gemeinsam abgenommen hat und mich durch jedes Tief begleitet hat und wir uns Halt gegeben haben, ja ein Stück noch weiter verliebt in einander in 2017 und wir genießen nun beide die neue Leichtigkeit und Schönheit in unserem Leben.
Danke an Miriam, meine Tochter die an mich geglaubt hat, mich angespornt hat und auch Vorbild ist für mich. Auch wir haben eine neue erweiterte Beziehung, die von mehr Agilität, Freude und Nähe geprägt ist.
Danke an die vielen Facebook und Instagram Freunde und insbesondere die die mit am abnehmen sind, an der Stelle nur ein paar wenige spezielle Namen:
Remo der ein Ansporn ist, mit dem ich eine klasse Challenge hatte und dessen Abnahme und Veränderung ich sehr bewundere, du bist mir ein guter virtueller Freund geworden und ich hoffe wir können das irgendwann in einer echten Umarmung feiern.
Drea die mir mit Rat und Tat und ganz vielen Rezeptideen zur Seite stand.
Katharina die trotz ihrer ruhigeren Art hin und wieder ein paar Worte schrieb des Beifalls die mich sehr gefreut haben!
Harald der sehr an meinem Vorhaben zweifelte und es nicht unkritisch sah und sich als er mich dann wieder sah für mich freute und Harald: dein Kompliment tat super gut <3

Andrea, Nadine, Annette, Sandra, Katharina, Björn, Melanie, Soni, Flo, Sol, Amber, Kerstin, Denise, Angel, Gisela, Anna, Mel und  ich habe sicher einige vergessen, bitte verzeiht mir das und auch all die die ich nur durch ihre Nicknamen kenne, habe ich hier nicht mitaufgeführt, das würde bei ein paar hundert nun doch ausarten 🙂
Danke für das mitfiebern, aufbauen, Tips geben, anspornen, beklatschen und feiern.

Ich hoffe ihr habt noch einiges an Restenergie für meine Beiträge und 2018 übrig, ich brauche euch noch.

Sooooo und nun zum Resumée

2017 begann für mich am 1 April. Ich hörte mit dem Rauchen auf und beschränkte es auf alle paar Monate bei einem Kurzbesuch von Miriam auf einige erschnorrte Züge.
Leider habe ich das im November/ Dezember ziemlich über Bord geworfen bei Besuchen und es wurde zwar beschränkt auf wenige Zigaretten jedoch wieder eine üble Gewohnheit.
Ich finde das echt scheiße, ich versuche es auch wieder einzustellen und rein von meinem Suchtfaktor her ist das null Problem, weil ich keinerlei Entzugsprobleme habe. Es ist nur  Genuss, ja ich rauche gerne ab und an eine und genieße das und das macht es mir nicht leichter, es ist wie auf eine leckere Praline zu verzichten. Aber ich gehe es an.

Aber richtig richtig begann mein 2017 am 4 April.
Der Tag an dem ich begann Kalorien zu zählen und für viele Monate nicht über 799 Kalorien zu mir nahm. 
Mit dem Erfolg einer weit über 40 Kilo Gewichtabnahme und dem Gewinn von soviel Lebenslust und Freude.
Ich habe mich neu lieben gelernt.
Es fiel mir erstaunlich leicht abzunehmen und mein Erfolg auf der Waage war mir meist Ansporn und Motivation genug.

Ich begann mit Sport, zum ersten Mal in meinem Leben.
Und konnte ich am Anfang nur unter Schmerzen dank meines Arthrose Knie, kurze Strecken gehen /humpeln – gipfelte das ganze im Herbst bei einem Mitternachts 5km Lauf auf dem Rollfeld des Flughafens in Cork.
Meine gesamte Fitness ist explodiert in 2017 und ich bin da noch lange nicht an meinen Leistungsgrenzen angelangt.
Ab und an habe und hatte ich mehrere Tage Pause, einmal sogar 2,5 Wochen in denen ich mich nicht aufraffen konnte aber die meiste und längste Zeit habe ich meinen Sport durchgezogen.
Von Crosstrainer über Laufband und Workout.
Mehrere Wochen lang baute ich auch das Shred Lvl1 Workout von Jillian Michaels ein und konnte ich mit 100 Kilo + noch nicht mehr als 3-4 Hampelmänner machen so ist das heute über die 30 Sekunden Einheiten kein Problem mehr.

Mein wirklich gefährlich hohes Visceral Fett (das Fett das um die Organe im Bauchraum liegt) ist in einen normalen Wert gerutscht. Ich muss dabei Bedenken, dass ich von 160 Kilo komme, aus einer Zeit in der ich diese Werte noch gar nicht wusste und auch BMI Ausrechnereien fern von gut und böse war.
Mein morbid adipöser BMI, der auf der letzten und nach oben offenen Stufe war, ist nun in ein Adipös Stufe 1 gerutscht und kurz vor der Stufe „nur noch“ übergewichtig.
Meine Schilddrüseneinstellung von 200er L-thyrox täglich durch Hashimoto und Basedow  ist auf 150 er gefallen Tendenz sinkend und meine Blutwerte sind sich am normalisieren.
Blutdruck prima.
Meine Ärztin findet wie und was ich mache klasse und hat mir lediglich hin und wieder Tips gegeben unter anderem mich nicht mit Eiweißprodukten voll zu pumpen, da das ja ein beliebter Trend sei, sondern auf ausgewogene gesunde Nahrung zu achten.
Darüber bin ich auch sehr froh, denn auch wenn ich Kohlehydrate versuche so gering zu halten wie möglich und nur gesunde verzehre, so wäre es mir ein Greuel mir gewaltsam jeden Tag zig Gramm an Eiweißkalorienbomben reinzupfeifen nur weil es grade trendy ist das jede/r Fette auf einmal glaubt er brauch 100 gramm Eiweiß am Tag wie ein Bodybuilder in einer Muskelaufbauphase.

Mein Körper 2017 ist soviel anders als je in meinem Leben.
Er ist stellenweise schon recht schlank und an meiner Taille habe ich sage und schreibe über 25 cm verloren. Leider habe ich mich nicht von Beginn an gemessen und das Maßband  ist mir eh ein Greuel, denn die richtige Stelle zu treffen und immer gleich „eng“ abzumessen ohne sich selbst zu bescheißen ist schon ne schwierige Nummer vor allem bei wachsenden Hautläppchen.
Apropos Hautläppchen oder Lappen.
Es gab anfängliche Momente in 2017 wo ich merkte wie sich mein Rest an und ehemals voller Brust in ein Nichts in Form von zwei recht schlaffen Beutelchen verwandelte und dazu gesellte sich ganz beherzt ein Falten werfender Arsch, ein Hängebauch und Schrumpelbeine und Winke-läppchen Arme.
Und ja da gab es halt die Momente die mich runterzogen, wo ich weinte und haderte und wo ich verlockt war diese gern genommene Ausrede anderer Dicker zu nehmen: Lieber fett und ausgefüllt als so! 
Ich postete 2017 meine, wie ich sie nenne, „ehrlichsten“ Bilder meines Lebens und dieses Posting war auch denke ich das schwerste bisher.
Ich zeigte den damaligen Stand der Dinge und irgendwann vor paar Wochen folgte ein weiteres anderes Posting.
Es war meine Schattenseite des Abnehmens oder wie meine Ärztin sagte: The price you pay.
Ja, es ist der Preis für Jahrzehnte langes Schindluder treiben mit meiner Haut, meinem Körper und auch meiner Gesundheit. Ganz zu schweigen von meiner Seele.
Der Stand heute ist: Ich sehe mich wieder wirklich gerne im Spiegel.
Einzig meine Brust nervt mich und vielleicht werde ich wenn ich mal zuviel Geld habe und am Ziel angelangt bin das chirugisch ändern lassen, aber wahrscheinlicher ist, dass ich von dem Geld lieber in Urlaub fliegen werde *kicher*
Mein Mann liebt mich und ich spüre das und er zeigt mir das auch mit dieser Haut und das macht mich glücklich, letztendlich ist jeder Schrumpel und jede Falte nicht nur ein Preis den ich bezahlen muss sondern eine Trophäe die ich gewinne!

Ich habe in diesem Jahr irre viele neue Menschen kennengelernt, zwar überwiegend virtuell aber inspirierende, motivierende und einfach gute Gefühle schenkende.
Nicht immer war und ist das Thema Abnehmen, oft ist es auch einfach nur ein leichter unbeschwerter und manchmal auch tiefsinniger Austausch.
Ich habe nicht nur Kilos verloren sondern auch Einblicke dazu gewonnen.
Ich habe unschöne Erfahrungen mit Menschen gemacht die von genauso unschöner Motivation geleitet wurden und mir versuchten bewusst und/oder unbewusst meinen Weg zu erschweren und vermiesen.
Sei es durch loddrig dahingesagtes oder gezielt verletzendes.
Ich habe viele scheitern sehen und bei manchen verspürte ich aufrichtig Mitleid und bei einigen hob ich meinen innerlichen Mittelfinger und dachte: Ich habe es doch gleich gewusst.

Ich habe soviel Bullshit wie nie zuvor gelesen über Abnehmen, an Ausreden und doofen Erklärungsversuchen und soviele Leute wieder entfollowed weil mich ihre Mentalität und ihre Inkosequenz echt abtörnte und mich runterzog und ich das aus meinem Weg entfernen musste um nicht „ihr Opfer“ zu werden.

Ich habe in diesem Jahr gelernt nicht alles auszusprechen was ich denke, niemanden von meinem „Weg“ überzeugen zu wollen. Früher hätte ich das anders gehändelt. Heute gehe ich meinen Weg und bin der festen Ansicht das jeder das für sich machen sollte wie er klar kommt. Wir sind alle Erwachsen und wir verfügen über einen gesunden Verstand wenn wir uns diesen nicht durch fettfaule Ausreden selbst verblenden. Wir kennen unseren Weg zum Ziel und wissen auch intuitiv wie es funktioniert, nur wenn der Leidensdruck nicht hoch genug ist wird es halt auch kein Weg zum Erfolg, dann heißt es entspannt bleiben und abwarten und viel Tee trinken. Alles hat seine Zeit, ich musste auch erst 50 Jahre werden um meine Zeit zu bekommen.

2017 waren große Gefühle angesagt: Freude, Stolz, Wut, Verzweiflung, Trauer, Glück, Liebe, Hass.
Ein munterer Strauss an auf und abs in allen Farben der Emotionen.
Aber es gab auch sehr viele stille, feine Momente mit mir.
Eine Berührung meiner Hüfte beim zu Bett gehen und dem Erstaunen und dem darauf folgenden Lächeln wenn ich meinen Knochen spürte.
Mein wunderbares Tattoo das auf meinem linken Arm und meiner linken Hand Einzug halten durfte und das ich auch heute noch fast jeden Tag mit den Fingern berühre und mein Herz einen freudigen klitzekleinen Hüpfer macht.
Es gab diese wirklich irre Freude als ich das erste mal unter die 5 in Kleidergröße rutschte, kommend von einer 54/56 zu 48 und mittlerweile zu 44 war das einfach nur : WOW.
Das erste mal seit über 30 Jahren von der ganz normalen Stange kaufen in der ganz normale Größen Abteilung. Das erste mal übrigens gestern vor einem Ständer mit tollen Kuschelpullis gestanden und die gab es nur in xl und Größen um die 50 und waren soviel zu groß 🙂

Ich habe auch gelernt, das mein Weg nie zu Ende sein wird.
Das 1-2 Monate lascheres Verhalten zwangsläufig wieder in einer Zunahme enden.
Das ich nur weil ich viel abgenommen habe nicht meine Veranlagerung geändert habe sondern ausschließlich mein Bewusstsein.
Und das ich mir nach vielen Monaten durchziehen auch eine Auszeit gönnen darf, wie im Dezember geschehen und wie Sandra so schön kommentierte:
Wir nehmen ja nicht zwischen Weihnachten und Silvester ab sondern zwischen Silvester und Weihnachten.
Diese Worte waren einfach so wahr und danke dafür!

Ein langer Rückblick nähert sich dem Ende und eine Vorschau wird es nächste Woche dann geben.
Mein 2018 wird das Jahr in dem ich Ziele erreiche oder sollte ich besser sagen: Zielgewicht.
Das ist kein Vorsatz, das ist ein Fakt.
2017 ist vergangen, nicht vergessen und alles was an Ballast abgeworfen wurde wird auch dort bleiben und nicht mehr wiederkommen.

In diesem Sinne, sei dein eigener Held!
Und lass uns gemeinsam mal richtig was rocken.
Eure Anja

2 KOMMENTARE

  1. ach liebe anja, was ich für dich bist du für mich 😉
    freu mich echt wenn wir uns mal in echt sehen…
    bis zur nächsten challenge, busserl remo

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