Wochenbericht 21 – Zählen ist nicht gleich Zählen

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Woche 21
21 Wochen – 147(148) Tage
Start 4 April – 125,8 Kilo
Heute 30 August – 90,9 Kilo

Ihr Lieben, verzeiht es mir, ich war gestern busy mit einem neuen Spiel was ich am zocken bin und hatte einfach null Bock was zu tippen 😉
Also gibt es den Wochenbericht einen Tag verspätet.
Die Woche war gar nicht mal so schlecht *strahl* Obwohl ich 4 der 7 bzw 8 Tage keinen Sport gemacht habe sind 1,8 Kilo gefallen (ok gestern wären es nur 1,5 Kilo gewesen).
Somit werde ich mit etwas Glück morgen zum Monatsabschluss doch noch meine 5 Kilo in diesem Monat schaffen. So sah es zu Beginn gar nicht aus, denn seit Juli wird es merklich langsamer bei mir, was auch daran liegen kann das ich meine Zufuhr um 100-200 Kalorien am Tag erhöht habe, allerdings auch mein Sportpensum. Ach ich weiß es nicht und will mir auch keinen großen Kopf deswegen machen.
Ansonsten ging es mir so lala, mein Magen hat 2 Wochen lang extrem auf die Pauke gehauen und seit dem nehme ich Omnepratzol zu mir (auf Rat meiner Ärztin) , Blutcheck war letzten Freitag und Ergebnisse gibt es übermorgen. Schilddrüse ist immer noch am durchknallen und ich bin echt gespannt. Soviel zu den Wehwehchen.
noch 1 Kilo dann bin ich unter 90.. Hallo!!! UNTER 90.
Ich lass das mal einfach so stehen *kicher*

Das heutige Wochenthema ist:
Zählen ist nicht gleich Zählen

Wie mancher schon weiß, habe ich für meinen Abnehmweg neben der Bewegung und der gesünderen Ernährung das Kalorienzählen auf mein Fähnchen geschrieben.
Es gibt egal was auch immer für einen Weg man einschlägt nur eine Möglichkeit abzunehmen und die ist weniger an Brennstoff zuzuführen als man am Tag verbraucht.
Das kann man tatsächlich auf alles übertragen und egal ob ihr euch einfach nur auf das Zählen oder aber auf eine wirkliche Diät eingelassen habt oder auch eine Adipositas OP hinter euch habt, letztendlich läuft es darauf hinaus, abnehmen tut der, der mehr Kalorien verbrennt als er zu sich nimmt.

Da ich persönlich ein völlig unkontrollierter und gerne „nebenbei“ Esser war, habe ich mich für die „ich tracke alle meine Kalorien und zähle sie“ Variante entschieden. Kein besonderer Essensplan, schlicht und ergreifend „wenige“ Kalorien und die überwiegend gesund. Da ich aber keinen Essensplan einhalten muss oder brauche, kann ich natürlich auch potentiell ungesunde Dinge essen, solange sie in das mir zur Verfügung stehende tägliche Budget passen.

Die ersten 4 Monate waren das bei mir unter 800 Kalorien täglich, mit wenigen Ausnahmen.  Seit ich unter 100 Kilo wiege sind es nun 900-1000 Kalorien, da ich auch mein Sportpensum erhöht habe und einfach diesen Bedarf verspüre. Ich höre also auf meinen Körper.
Ich habe, ehe die Frage wieder kommt, mit Nahrungsergänzungsmitteln supplementiert, sprich alle paar Tage nehme ich Vitamine und Mineralien in Tablettenform zu mir.
Ich versuche eine Eiweißreiche Kost zu essen, wobei ich irgendwelche irrsinnigen Geschichten wie 100 Gramm Eiweiß am Tag etc.. sicher nicht mache, sondern einfach mehr Eiweiß in mein normales Essen auf natürliche Weise mit einbaue. Ich bin kein Muskel aufbauender Pro Bodybuilder, sondern ne alte Frau die abnimmt und bisschen Sport dabei macht, sollte sich das je ändern in Richtung gezieltem starken Muskelaufbau werde ich meine Ernährung entsprechend anpassen.
Ich versuche Weißmehle und Industriezucker , und tote Carbs zu vermeiden.
Und das wichtigste ich zähle meine Kalorien. Ich kann es nicht oft genug betonen, es macht wirklich Sinn insbesondere die ersten Wochen und Monate zu tracken, gerade wir Dauerfetten die jegliches kontrollierte Essverhalten, Hungergefühl verloren haben, neigen dazu sehr viele versteckte Kalorien völlig unbewusst zu uns zu nehmen.
Sei es der gerieben Käse über allem und jedem, sei es die Butter unter der Wurst, egal wie dünn sie ist. Sei es das kleine Stück Schoki hier oder der Schwupps Öl über den Salat. Ganz schnell wird so aus etwas potentiell Gesundem etwas wirklich ausgesprochen dick machendes. Der Griff in den Kühlschrank, die eine Kartoffel die noch in der Schüssel war, und den letzten Rest Soße aus der Pfanne bevor sie gespült wird.
Das alles ist Geschichte sobald es ans Zählen geht und man sich ein festes Budget an Kalorien gegeben hat.
Sobald man die „letzte“ Kartoffel gewogen hat und dein Tracker dir anzeigt das das 50 Kalorien wären ohne die Soße durch die du sie noch eben ziehst und du nur noch 200 Kalorien für dein Abendbrot hast überlegst du dir ob du sie essen willst obwohl du schon satt bist.
Welches Budget du dir festlegst musst du deinen Wünschen anpassen.
Es gibt Bedarfsrechner mit denen du deinen Grundumsatz ausrechnen kannst, an dem habe ich mich von Beginn an orientiert. Ich habe mein Gewicht, Geschlecht, Größe, Alter eingegeben (hier auf der Seite habe ich auch so einen Rechner) um meinen Grundumsatz zu erfassen und habe IMMER die allerwenigste Aktivität zur Berechnung meines Leistungsumsatzes angegeben. Das hieß dann sowas wie überwiegend sitzend am Tag.
Das ergab dann das Minimum an Kalorien das ich verbrauche ohne irgendwas zu machen  außer dumm herumzusitzen.
Ich lag am Anfang mit meinen 125,8 Kilo so bei 1900 kcal, und da ich unter 800 kcal gegessen habe, hatte ich also jeden Tag mindestens 1100 kcal Defizit.
7000 kcal sind circa 1 Kilo Fett. Folglich hatte ich pro Woche ein gutes Kilo Gewichtsabnahme sicher. Und ja wirklich sicher! Auch wenn die Waage Schwankungen anzeigt, verbrannt ist verbrannt und das geht mit Hashimoto genauso wie mit Hormonschwankungen. 
Allerdings habe ich mich ja bewegt und somit habe ich doch täglich einiges mehr noch verbrannt nur, und hier kommt der Unterschied zu einigen anderen Kalorien zählenden Mitstreitern, ich rechne meinen Sport nicht ein oder meine Schritte oder ähnliches.

Wieso?
Ich halte mich an meine Kalorienzahl- Punkt- Das Defizit was daraus entsteht, entsteht nun mal weil ich unter meinem niedrig angesetzten Gesamtumsatz bleibe. Ich bin da auf der ganz sicheren Seite. Selbst wenn ich auf der Couch liegen bleibe, ich werde weiter abnehmen weil ich weniger zu mir nehme als ich verbrauche.
Ich rechne mit einem festen Kalorienbudget und es gibt keine Schwankungen, keine Schätzung, ich habe die Kontrolle.
Im Gegensatz dazu steht mit einem festen Defizit rechnen wollen.
Ich schreibe absichtlich „wollen“. Denn das funktioniert leider nicht so zuverlässig wie sich manche gerne einreden.
Sie errechnen sich zum Beispiel wenn sie täglich 1000 Kalorien Defizit haben dann nehmen sie 1 Kilo in der Woche ab. Dagegen spricht nichts und die Rechnung wird auch aufgehen. Wenn der Taschenrechner, der Tracker, die App denn auch mitmachen bei dem genauen Spiel.
Denn da beginnt das Spiel. Da werden Kalorien gezählt und auf die Fitbit geschaut, Kalorien gegessen und auf die Polar Uhr, Garmin oder die Apple Watch geachtet. Da wird felsenfest und überzeugt geglaubt wenn man gesagt bekommt das 10 Tausend Schritte die tausende verbrannte Kalorien gebracht haben. Das 30 Minuten Crosstrainer sicher 800 verbrannt haben oder die 15 Minuten schwimmen gehen 500.
Und das wird dann auch so gerne hergenommen wenn es an das falsche Essen geht.
Ich esse noch die Pizza, die Packung Chips, die Schokoriegel. Sind zwar 1000 Kalorien aber ich geh ja dann beim Fernsehn noch ne Stunde auf den Hometrainer. dann bin ich wieder im Defizit.
Nein.
Wenn ich sehe welche Schwankungen es gibt bei der Berechnung des Verbrauches beim Sport, kann dieses Ergebnis und sich darauf ein Defizit errechnen wollen, niemals so zuverlässig sein wie sich ein striktes, festes Budget an Kalorien und jeglichen Sport und Bewegung als Sahnehäubchen zu sehen.
Meiner Meinung nach liegt hier auch der Grund wieso ich wirklich häufig lese auf Instagram und Facebook und co: Mist nur 300 Gramm weniger ich sollte doch eigentlich nen Kilo weg haben oder: ich kann einfach nicht abnehmen, bin immer im Defizit aber bei mir passiert nix.
Deshalb bin ich sehr froh mit meiner Variante des festen Budgets.
Ich nehme ab, klar habe ich Schwankungen aber ich weiß das ich „unten drunter“ weiter abnehme, weil mein Defizit nicht eine Vermutung von verbrauchten Kalorien ist sondern ein Fakt der wenig Gegessenen.

Ich mag Kontrolle haben über meinen Gewichtsverlust und das gelingt mir auch nur mit annähernd richtigen Zahlen beim zählen. Ich verlasse mich natürlich auf Kalorienangaben von Herstellern und auf die Berechnung meines Umsatzes, aber ich verlasse mich nicht auf die oft völlig willkürlichen Verbrauchsangaben bei Fitness Trackern.
Nicht das ich sie verfluche, sie zeigen sicher Tendenzen, auch das man sich vielleicht immer mehr oder immer schneller bewegt aber zum Defizit errechnen sind sie meiner Meinung nach ein großer Risikofaktor in Richtung Stillstand.

Wie immer ist das hier nur meine persönliche Meinung und mein Weg. Keine Bekehrung von oder zu etwas.

Soderle
bis hoffentlich nächste Woche als u 90 😉
Eure Anja

4 KOMMENTARE

  1. Hey Anja, ich kann dir in deiner Sichtweise zu 100% zustimmen 😊 Alle Welt geißelt sich mit Applewatch und co. , so z. Bsp. meine Mutter-die ist schon fast abhängig von diesem Scheißding🙄 Wenn sie mir dann immer ihr Leid klagt, dass sie nicht mehr abnehmen kann-sie bewege sich ja sooo viel, kann ich reden was ich will-ist alles falsch (und die watch hat recht). Jetzt hat sie sich das Buch von Nadja geholt, erzählt mir,dass sie nur ganz wenig isst-auf meine Frage,was sie denn für eine Küchenwaage sie hat-(du weißt sicher schon was für eine Antwort kommt😂)sagt sie, sie braucht keine und hat auch keine🤔 Naja, jetzt bin ich vom Thema abgekommen-Danke für Deine tollen Berichte und
    LG Andrea

    • Hallo Andrea, ich habe die Erfahrung gemacht, das Menschen die nicht wirklich abnehmen wollen und deren Leidensdruck einfach nicht groß genug ist, nie um eine Ausrede oder eine Erklärung warum was nicht geht verlegen sind. In der Regel hilft aller Druck von außen da gar nichts. So war ich auch mal. Je mehr Druck um so einfallsreicher die Entschuldigungen oder sonderbaren Erkenntnisse. Wer wirklich abnehmen möchte, macht es einfach. Deine Ma scheint da einfach noch nicht bereit oder soweit zu sein, dass sie diesen Weg gehen möchte. <3
      Lg Anja

  2. Huhu liebe Anja
    so nun habe ich auch endlich wieder Deinen Wohenbericht gelesen ….hat irgendwie bischen gedauert ….hm…ja ich war irgendwie abgelenkt….vielleicht auch etwas lese faul :-(…..immer wenn ich Deine Berichte lese bin ich so angetan….Du schreibst so toll und irgendwie ertappe ich mich bei Fehlern die ich irgendwie wieder mache und wenn ich das dann lese denke ich….ja die Anja hat recht…wie du ja weißt bin ich bissel Sport faul :-(….und wenn ich das dann mal mache dann denke ich doch glatt ….so jetzt kannst aber mal reinhauen und wundere mich dann das ich nicht abnehme…..ja ich fass mir auch an den Kopf…bin bissel doof….hab ja auch echt schon ganz gut abgenommen aber jetzt hackt es…..und DU bist der absolute Wahnsinn…..nimmst ab und nimmst ab und bist so voll dabei….einfach unglaublich klasse….ja liebe Anja du tust sehr vielen menschen gut und gaz lieben Dank für Deine Berichte….DU BIST MOTIVATION PUR!!!!!!!!!!
    Ganz liebe Grüße Sandra

    • hallo Sandra danke für deine lieben Worte.. Naja bei mir geht abnehmen derzeit extrem schleppend und langsam. Ich muss wirklich jeden tag nen harten Kampf mit mir kämpfen, dass ich nicht das handtuch hinschmeisse und so. Aber aufgeben kommt nicht mehr in frage, dass habe ich mein leben lang beim abnehmen gemacht. <3 Du bist doch auch schon so weit gekommen!! Der Rest wird auch noch und Sport nu ja, auch ich werde nie ein Sportfreak, aber ich zwinge mich halt dazu. Liebe Grüße in deine Nacht, Anja

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