Wochenbericht 11 – Die drei Schlüssel

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Wochenbericht 11
11 Wochen – 77 Tage
Start 4 April – 125,8 Kilo
Heute 20 Juni – 105,1 Kilo

20,7 Kilo sind raus gesportet, geschwitzt, raus geekelt, gejammert und gefuttert.
Ne ganze Menge schon  und dennoch stehe ich da vor meinem Berg  von 40 Kilo den ich noch bewältigen muss und ab und an kommen schon Zweifel. 
Halte ich durch? Mute ich mir zuviel zu? Ist das gesund?
Ängste, leichte Hypochondrien und alt eingefettete Vorurteile machen es mir da sicher nicht leichter und dann kommt der nächste Kraftakt: Selbstbeschwichtigung, Beruhigung, Motivation, mir sagen: ich achte genug auf mich, ich höre auf meinen Körper.
Nur mein doofes Knie, wird einfach nicht besser und ich kann und will mir nicht eine Schonphase von 3-4 Wochen genehmigen nur damit es nicht ständig aufschreit.
Das ist auch die einzige Baustelle an meinem Körper wo ich denke, dass ich mir keinen Gefallen mache meinen Sport so durch zu ziehen.  Noch 5,2 Kilo und ich bin unter hundert Kilo, dann werde ich meine Kalorienzufuhr und meinen Sport neu anpassen auch unter Berücksichtigung meines Knie. 

Nun zu meinem Wochenthema, es fiel mir gar nicht so leicht eines zu finden dieses mal.
Kris meinte nehme „Disziplin“ und ich schrieb ihr, naja zu Disziplin habe ich nicht viel zu sagen außer das es der Schlüssel jeglichen Abnehmerfolges ist.
Ohne geht halt gar nichts.

Aber vielleicht habe ich doch noch ein bisschen mehr dazu zu sagen.
Disziplin entsteht durch Wille.
Hat man genug Willen ein Ziel zu erreichen, wird man auch die nötige Disziplin an den Tag legen durch zuziehen.
Also ist der Wille der Schlüssel zum Erfolg oder Wo ein Wille ist ein Weg.

Ich schrieb schon das ein oder andere mal über Ausreden, über Ziele setzen und über Motivation. All das ist einzig abhängig von Willensstärke.

Der gute Wille zählt, das alleine genügt leider nicht.
Auf den Wille muss die Umsetzung folgen, die Disziplin und bei mittel-, und langfristigen Zielen: die Ausdauer.

Wille, Disziplin, Ausdauer

Was nutzt mir ein guter Wille und die Einbildung das ich es wirklich will 50 Kilo zu verlieren, wenn ich vor der nächsten Eisdiele anhalte und mir sage: Es ist so heiß und ich bin 5 Meter gegangen, das habe ich mir nun verdient und mir das Bananensplit mit doppel Sahne reinpfeife.

Was nutzt mir die Disziplin wenn sie mich täglich Sport machen lässt aber nach zwei Wochen der Selbstbetrug beginnt und ich jeden Tag etwas weniger mache, etwas mehr ausruhe und dafür die tollsten Begründungen abrufe: Meine Muskeln brauchen nun dringend 2 Wochen Pause, es ist gar nicht gut soviel Sport zu machen, es ist zu heiß, es ist zu kalt, es ist Samstag, Sonntag, Montag…etc..pp. Auch beliebt: Ich habe keine Zeit.
Ich musste viel arbeiten. 
Man fühlt sich ja immer noch ausgesprochen diszipliniert, im Gegensatz zu früher, macht man nicht einfach mehr nichts mehr. Nein man erklärt ja nun (wenn auch fadenscheinig) wieso man nichts mehr macht oder weniger und man glaubt es ein Stück weit selbst. (Da ist die Krux an der Geschichte, nur ein Stück weit. Das andere Stück in dir weiß nämlich grade sehr genau, dass du Ausreden suchst, deine Disziplin am Arsch ist und du eigentlich schon keine Lust mehr hast weil: ja weil die Ausdauer fehlt)

Wir sprinten hier nicht in dieser Gewichtsklasse. Klar läuft der ein oder andere etwas schneller, manche etwas langsamer. Aber wir Adipösen laufen Marathon.
Wir brauchen Ausdauer.

Ich bin immer ein Sprinter gewesen, ein Diätsprinter.
Ich habe die mega tollen Diäten hingelegt, mir vorher ausgerechnet wie lange ich das machen muss um so und soviel Kilos abzunehmen.
Erstaunlicherweise habe ich das nie sehr langfristig ausgerechnet. Auch wenn ich sicher hätte müssen 60+ Kilo abnehmen. Hielt ich mich immer bei so Gedanken auf wie:
Wenn ich das und das mache habe ich in 14 Tagen 10 Kilo weg, vielleicht ganz selten ging mein Gedanke noch eine Stufe weiter: und in 1 Monat 20… cool!
Noch weiter dachte ich nicht, ich glaube dann wäre mir auch gekommen wie idiotisch meine Rechnerei war.
Dennoch begab ich mich auf diese Diätwege mit eisernem Wille und wunderbarer Disziplin und nahm mit Shakes und Co tatsächlich auch in einem Zeitraum super ab.
Und dann hörte ich auf, weil keine Ausdauer da war, die Einsicht oder aber der Wille die Realität zu erkennen fehlte, das ich mit keiner Diät der Welt dauerhaft, schnell abnehmen werde und auch schlank bleibe. Einzig mit Änderung meines Lifestyles.

Damit gehört das Sprinten zur Vergangenheit, mein Leben ist mein Marathon, ist mein Schlank werden und bleiben. Nicht das Jahr 2017, nicht eine 3 Monatskur, oder ein 2 Wochen fasten. Ausdauer. Bis ans Ende von Zeit. (klingt dramatisch aber so ist es für mich, chronisch Dicke)

Alle  3 Faktoren werden für mich also immer in meinem Leben nötig sein und präsent sein müssen um das was ich möchte, nämlich Normalgewicht, zu erreichen und zu erhalten.

Wille, Disziplin, Ausdauer
Die drei Schlüssel zur Macht über mein Fett.

Auch wenn ihr vielleicht nun sagt: Hey was ist mit der Motivation? Die ist supersuper wichtig! Die ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg.
Ich sage: Nö.
Motivation ist kein Schlüssel zum Erfolg,
Motivation entsteht durch Erfolg.
Entweder eigenem Erfolg oder das mitbekommen des Erfolges anderer.

Motivation ist  also das natürliche Ergebnis von eisernem Willen, Disziplin und Ausdauer.
Weil damit mein Gang zur Waage und durchs Leben von Erfolg geprägt ist.
Mit diesen mächtigen Drei kann ich Rückschläge wegstecken, kann ich weitermachen ohne aufzugeben. Kann ich mich auch mal bewusst auf meinem Erfolg ausruhen um dann mit dem Wissen, dass sie immer bei mir sind, wieder weiter zu machen und nicht liegen zu bleiben.
Weil genau dieses Wissen um die mächtigen Drei und ihrer Stärke meine Motivation ist.

Ohne sie bin ich nur ein Sprint.

Eure Anja

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