Wochenbericht 4 – Scheitern und dann?

0
161
views

 

 

Heute ist die 4 te Woche vorbei.
Die Zeit vergeht wirklich ziemlich schnell.
Noch 236 Tage bis Heiligabend, wo ich mein wirklich bisschen utopisches Ziel von 65 Kilo zu wiegen erreicht haben möchte.
Noch 236 Tage für 49,8 Kilo bedeutet im Schnitt jeden Tag 211 Gramm abzunehmen. Das wird ausgesprochen schwer und nun komme ich zu meinem Wochenthema.
Ich hab vor ein paar Tagen mit Harald, einem langjährigen (rl) Freund geskyped.
Das er nicht begeistert oder eher skeptisch meiner radikalen Art des Kaloriendefizites und Zählens gegenüber steht, hatte er ansatzweise schon bei einem Chat vor ein paar Wochen durchblicken lassen.
Er befürchtet, wie viele Andere, JoJo Effekt und co.
Während unseren Gespräches meinte er irgendwann und was ist wenn das „Vögelchen“ (auf meinem täglichen Ticker) irgendwann in der Mitte stehen bleibt?
Bist du dann gescheitert?
Ich sagte, das scheitern für mich nicht unbedingt ist wenn man ein Ziel nicht so erreicht wie vorgenommen, sei es so schnell, oder so hoch, so weit, wie auch immer.
Und das es für mich auch nicht scheitern wäre, selbst wenn ich jetzt mit dieser Art des Abnehmen aufhören würde.
Da ich ja nun schon mehr erreicht hätte als wenn ich nichts gemacht hätte.
Dann fragte er, was denn für mich scheitern wäre.
Scheitern wäre für mich, wenn ich mich einfach wieder absolut gedanken-; und kopflos dem essen hingeben würde.
Mein Einkaufswagen wieder Chips, Pizza, Fette Wurst und co beinhaltet und ich das auch essen würde ohne mir Gedanken an morgen zu machen.
Schlicht, wenn ich meine bewusste Nahrungsaufnahme wieder zu einem nebenbei in mich reinstopfen ausarten ließe.
Ich weiß das Harald mir wünscht, dass ich es schaffe und nicht zu denen gehört die jeden Tag den Kopf schütteln, das macht es für mich leichter mit seiner Skepsis umzugehen.

Auch im Nachhinein habe ich mir über das Gespräch und über Scheitern Gedanken gemacht.
Irgendwie gibt es eigentlich für mich gar keine Option mehr zu scheitern, es sei denn irgendwas ausgesprochen schlimmes, drastisches würde in meinem Leben passieren, was ich nicht hoffe.
Ich fühle mich extrem wohl mit meinem Tagesablauf gerade. Meinem bewussten Essen, meinem Aufschreiben von Kalorien und dem zählen selbiger.
Der Überlegung, will ich wirklich ein Stück Schokolade nun, oder lieber doch die Schüssel Gurkensalat heute Abend.

Scheitern, weil ich eventuell bis Weihnachten nicht 65 Kilo wiege? Oh nein, das wird es für mich sicher nicht sein, jedes Gramm weniger nun ist ein Erfolg an dessen Ende nicht „Scheitern“ steht.

Mein Leben wird auch weiterhin so bleiben wie es genau nun ist.
Ich spüre das, es ist schwer zu erklären, und selbst wenn es nur noch 1 Kilo im Monat ist oder weniger. Ich werde dieses Ziel erreichen.

Und um auch aufzuräumen ob ich nun mein lebenslang jede Kalorie, wie nun, aufschreiben möchte:
Nein, sicher nicht. Ich brauche das im Moment um einen Anhaltspunkt zu haben, um einen Anfangserfolg zu puschen, ohne den ich es schwer hätte mich bei dem Riesenberg der vor mir liegt durchzukämpfen.

Mein nächster Schritt wird sicher sein meine Kalorien zu überschlagen, es verinnerlicht zu haben, sie auch wieder zu erhöhen in einem Maße der nicht mehr so arg mit Entbehrung und mehr mit Sport zu tun hat.

Um dann auch irgendwann, einfach zu wissen wann ich wirklich Hunger habe, wann ich satt bin. Das ist mir verloren gegangen
in all den Jahren der Völlerei.

Und ich finde es toll Hunger und Sattsein wiedergefunden zu haben.

Wer von Scheitern spricht sieht die Erfolge nicht.

Eure Anja

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .