Aller Anfang ist …

2
399
views

Wieso bin ich zu fett geworden?
Wieso habe ich nicht die Notbremse gezogen?
Warum nun?

Ich stelle mich erst einmal vor.
Mein Name ist Anja, ich bin am 17. August 1966 geboren, somit fast 51 Jahre alt. Ich bin ganz verlieb, glücklich verheiratet mit Kai und lebe in Irland.
Ich habe zwei erwachsene Töchter Miriam und Manuela, Miriam lebt in Deutschland und Manuela in Österreich.
Ausserdem besteht mein etwas chaotischer Haushalt aus Bones unserem Main-Coon-Kater, Leah unserer kleinen Jack Russell und Sam unserem Riesenmädchen einer Goldenretriever Mix.
Ich habe nach meiner Schulausbildung Köchin gelernt in einem Krankenhaus mit diätetischer Zusatzausbildung.
Den Beruf habe ich nie geliebt und habe dann später mein Abitur nachgemacht und begonnen zu studieren.
Heute bin ich als Künstlerin und als Fotografin, wenn auch selten seit wir in Irland leben, unterwegs.

Ich war nie die allerdünnste, auch nicht zwangsläufig dick, sicher jedoch mit der Tendenz mehr zu essen als ich Hunger habe und weniger Bewegung zu betreiben als nötig gewesen wäre, dies auszugleichen. Nach meinen Schwangerschaften, die innerhalb eines Jahres aufeinanderfolgten blieben die ersten Kilos hängen und dann ging es munter bergauf.
Bei 110 Kilo angekommen und ich in einem völlig aufgelösten und desolaten Zustand als Alleinerziehende mittlerweile, wurde mir Morbus Basedow allerdings ohne die typische Überfunktion dafür mit Unterfunktion diagnostiziert. Ich bekam Tabletten und die Einstellung ging mehr oder weniger über Jahre hinweg.
Für mich ein gutes Stück weit eine passende Ausrede um weiter an Gewicht zuzulegen und schwupps, war ich ihm Teufelskreis gefangen:
Mehr Gewicht gleich Schwerfälligkeit gleich noch weniger Bewegung gleich mehr Gewicht gleich…

Ich habe gefühlt jede Diät die der Markt anbietet ausprobiert, mal mit mehr mal mit weniger Erfolg.
Letztendlich änderte sich mein Gewicht nur so kurzfristig wie meine Lebensumstellung. Es ging immer weiter nach oben.
2009 dann, durch zwei/drei Schlüsselerlebnisse heftigst wachgerüttelt, mit fassungslos erkannten 160 Kilo begann ich abzunehmen. Mehr Bewegung, Almased, weniger essen, ich nahm bis 2010 auf circa 120 Kilo ab und dann war Ende. Ich weiß nicht einmal mehr wieso, es hatte einfach aufgehört.
Ich habe das Gewicht weitestgehendst gehalten in den letzten 7 Jahren ich hatte mal wieder knapp 130, dann wieder runter auf 117 und so weiter.
Im Januar, nein stop, in der Silvesternacht, nahm ich mir vor das Rauchen aufzugeben. Ich hatte zu dem Zeitpunkt nicht wahnsinnig viel geraucht und so ganz langsam merkte ich das ich dennoch anfing zu husten morgens und wollte das abstellen. Der Vorsatz hielt exakt die Silvesternacht und am nächsten Tag begann ich wieder.
Am 1 April, es ist wirklich kein Aprilscherz, warf ich meinen Tabak und all das Zubehör in die Tonne. Einfach so. Bis heute.
Ich wollte gesünder leben.
Coole Sache, man hört mit fast 126 Kilo auch zu rauchen um gesünder zu leben, isst aber weiter wie bisher.
Fehler im System!
Also ließ ich am 4. April auch die Ankündigung vom Stapel: Ab nun wird abgenommen.
Ich öffnete mich zum ersten mal in meinem Leben auf meinem Facebookprofil in Sachen Gewicht, Größe und mit einem Ganzkörperfoto.
Bisher für mich schlicht undenkbar! Sobald irgendwo eine Kamera gezückt wurde hatte man von mir nur noch eine Staubwolke oder aber übelste Androhungen falls gewagt würde ein Bild von mir zu machen.
Dieses öffnen in den Social Media erzeugte und erzeugt mir den nötigen positiven Druck um mich zu motivieren. Kleine tägliche Postingroutinen, Aufmunterungen und Co.
Und siehe da, die Offenbarung das ich 125,8 Kilo wiege führte nicht dazu das die Leute sich zurückzogen, mich ekelhaft fanden oder was ich mir früher noch zurecht gesponnen hatte an Folgen, nein einige sind mir sehr viel nähere virtuelle Freunde geworden.

Nun das war der Anfang:
Am 4 April 2017
im Alter von gut 50 Jahren
mit Basedow, Hashimoto (200er L-Thyroxin), Arthrose im Knie und Wechseljahren
mit 125,8 Kilo Startgewicht
bei einer Größe von 163 cm (laut meiner irischen Hausärztin sei es nur 161 oder so- aber ich wehre mich dagegen^^)
und einem sehr ambitionierten Ziel bis Heiligabend 65,9 Kilo zu erreichen.

„Weniger ist mehr“ war geboren als mein Motto für die Mission meines Lebens, keine Diät, kein absehbarer Zeitpunkt, eine Veränderung für immer.

Eure Anja

2 KOMMENTARE

  1. Hallo Anja,

    eine tolle Seite hast du hier und kommst wahnsinnig positiv rüber. Ich freue mich auch endlich mal eine gleichaltrige gefunden zu haben die mit fast den gleichen Dingen kämpfen muss wie ich. Arthrose rechter Fuss und ich weiß nicht wo noch, Hashimoto ist auch meins und mit 56 sind die Wechseljahre natürlich auch da…..also ich habe im Januar angefangen und bisher leider nur 12 kg geschafft also Normalgewicht bis Dezember ist utopisch …aber ich werde sicher oft und gern hier lesen…:-) lieben Gruß Marion

    • liebe Marion, danke für deine freundlichen Worte.
      „Nur“ 12 Kilo? ich finde das eine klasse Leistung, grade wenn man mit dem ein oder anderen Hindernis mehr als andere zu kämpfen hat.
      Es ist dabei auch völlig, wie ich finde, unwichtig ob du bis Dezember oder Dezember2018 dein Ziel erreichst, einzig wichtig ist es dran zu bleiben und nicht aufzugeben <3
      liebe grüße zurück
      Anja

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .